Gießerei Ergocast ist insolvent

Datum: 16.04.2010
Seit Jahren kämpfte die Metallgießerei Ergocast aus Jünkerath in der Vulkaneifel mit finanziellen Schwierigkeiten. Jetzt wuchsen ihr diese offensichtlich über den Kopf. Denn Ende März musste das Unternehmen am Amtsgericht Bitburg einen Insolvenzantrag stellen.

Für 250 Mitarbeiter gestaltet sich deshalb die berufliche Zukunft höchst ungewiss. Noch im Mai letzten Jahres hatten sie auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet und der Verschiebung von Lohnerhöhungen zugestimmt. Dafür wurden betriebsbedingte Kündigungen bis 2012 seitens der Geschäftsführung ausgeschlossen, was nun natürlich hinfällig ist.

Allerdings sieht die Situation bei Ergocast nicht komplett düster aus. Denn Aufträge sollen da sein. Und eine neue Fertigungshalle befindet sich zur Zeit im Bau. Die Verhandlungen mit einem neuen Investor, der diese fertig bauen könnte, sind angeblich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Ergocast stellt komplexe Gussteile für Getriebe und Lenkungen sowie für den Einsatz in der Hydraulik her. Das bis 2006 als Mannesmann-Demag firmierende Unternehmen zählt so bekannte Konzerne wie Bosch und Siemens zu seinen Kunden.
Quelle: Trierer Volksfreund - volksfreund.de vom 29.3.10