Gmeinder Lokomotivenfabrik vor dem Aus?

Datum: 27.02.2012
Land unter beim Gmeinder Lokomotivbau (GLG). Das traditionsreiche Unternehmen aus Mosbach am Odenwald muss in die Insolvenz. Wie es für die zuletzt 60 Mitarbeiter, die in erster Linie Diesel-Hydraulische Rangier- und Schmalspurlokomotiven in Kleinserien produzieren, weitergehen kann ist noch ungeklärt. Ein Investor wird gesucht.

Gegründet wurde das Unternehmen 1913. Es teilte sich allerdings 2004 in die GLG und die Gmeinder Getriebe- und Maschinenfabrik, die heute als Gmeinder Getriebe Gruppe firmiert. Die kümmert sich um Antriebssysteme und Radsatzgetriebe für Schienenfahrzeuge. Im letzten Jahr erreichte sie mit 100 Beschäftigten einen Umsatz von gut 15 Millionen. Von der Pleite ist sie nicht betroffen. Die GLG gehört seit Ende 2007 zur LBBW Venture Capital und weihte 2008 noch ein neues Zweigwerk am Bahnhof Neckarbischofsheim Nord ein. Ob aber unter den gegebenen Umständen nächstes Jahr noch der 100. Geburtstag gefeiert werden kann, einscheint ungewisser denn je.
Quelle: fnweb.de vom 27.2.12