Grand Hotel Heiligendamm ist insolvent

Datum: 28.02.2012
Die Nobelherberge an der Ostsee ist derzeit nicht in der Lage ihre Kreditzinsen zu zahlen. Und die Banken drehen den Hahn zu und verweigern eine Verlängerung der Kreditlinien. Immerhin ist das Grand Hotel Heiligendamm nicht überschuldet und kann auf ansteigende Belegungszahlen verweisen. Deshalb geht Geschäftsführer Arno Jagdfeld auch davon aus, dass alle Gläubiger ausgezahlt werden können.

Aktuell fehlen aber dem von ihm aufgelegten Fundus Fonds 34 rund 31 Millionen Euro. Zum von Jagdfeld angestrebten Ausbau beziehungsweise einer Restaurierung der Strandvillen in Heiligendamm werden 41 Millionen Euro benötigt. Lediglich 8 Millionen wurden bislang gezeichnet. Aber die Krise ist nicht überraschend.

Zwar tagten hier noch 2008 die Staatschefs der G8-Länder. Das Foto mit Kanzlerin Merkel und den sieben Kollegen im Strandkorb vorm Hotel wurde das meistgedruckte Bild dieses Gipfels. Trotzdem kämpfte das Luxushotel jahrelang um Gäste, die nicht so zahlreich wie gewünscht in Heiligendamm abstiegen. Ein Vertrag mit der Kempinski-Gruppe wurde zwischenzeitlich gekündigt. Quo vadis, Heiligendamm?
Quelle: morgenpost.de vom 28.2.12