Hammer! Ostendorf kauft Müller-Brot zurück

Datum: 30.03.2012
Was für eine Wende bei der skandalgeschüttelten Großbäckerei Müller-Brot. Der frühere Eigentümer Klaus Ostendorf wird das insolvente Unternehmen gemeinsam mit einer Investorengruppe erneut übernehmen. Das soll bereits zum 1. April geschehen. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen bewahrt. Es gab aber ein zweites Angebot für die Großbäckerei.

Dass es nun ausgerechnet wieder Ostendorf geworden ist, unter dessen Führung die Skandalchronik mit gravierenden Hygienemängeln und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ihren Lauf nahm, ist schon eine faustdicke Überraschung. Insolvenzverwalter Ampferl sagte dazu auf einer Betriebsversammlung, dass der Verkauf "vor dem Hintergrund der Ausgangssituation ein Erfolg für alle, für die Gläubiger ebenso wie für die Mitarbeiter" sei. Wie zynisch muss so eine Aussage in den Ohren der Beschäftigten sein. Vor allem wenn Ampferl anschließend verkündet, dass von den knapp 1.100 Mitarbeitern höchstens 400 Mitarbeiter übernommen werden können und die übrigen sich mit ihrer umgehenden Freistellung arrangieren müssen.

Ostendorf wird neben dem Hauptsitz im oberbayerischen Neufahrn immerhin 151 der 230 Filialen erhalten. Allerdings braucht er die bislang wegen der Hygienemängel fehlende Produktionsgenehmigung schnellstmöglich.
Quelle: handelsblatt.com vom 29.3.12