Hanseaten beteiligen sich an Norddeutscher Affinerie

Datum: 07.02.2008
Um die Norddeutsche Affinerie wird gerade heftig gerungen. Vorstand Marnette musste gehen. Die geplante Fusion mit der belgischen Cumero steht auf der Kippe. Vielleicht auch Jobs?

Badman ist der österreichische Unternehmer Mirko Kovats, der die Affinerie gerne mit seinem Unternehmen zusammenbringen will. Gefahr für Hamburg. Also hat sich die Freie und Hansestadt Hamburg mit insgesamt 5 Prozent plus 1 Aktie an dem Kupferverarbeiter beteiligt. Das entspricht einem Gesamttransaktionsvolum von etwa 59 Millionen Euro.

Das ist nicht die erste Beteiligung in der Art durch die Stadt. Schon mal, als um Beiersdorf gerungen wurde, hat sich die Stadt auf ein Engagement eingelassen. Nicht zum Schaden der Stadt. Auch bei Airbus hat sich Hamburg engagiert.

Doch es geht weiter. Nur zwei Tage später wurde bekannt, dass sich der Hamburger Unternehmer Ian Karan und der frühere Chef des Hamburger Emissionshauses HCI, Harald Christ, mit jeweils rund einem Prozent an der Affinerie beteiligt haben. Da auch die HSH Nordbank fünf Prozent hält kommen die Hamburger auf rund 12 Prozent. Es bläst halt ein harter Wind in Hamburg. Auch für einen Mirko Kovats mit rund 13,75 Prozent.

Die Norddeutscher Affinerie ist der größte Kupferproduzent Europas und der weltgrößte Kupferrecycler. Das Unternehmen produziert jährlich ca. 800.000 Tonnen Kupfer und beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter, davon einen Großteil in Hamburg.

Quelle: Abendblatt