Harald Christ steigt bei Biomarktkette ein

Datum: 08.06.2009
Über seine Beteiligungsgesellschaft Christ Capital AG hat sich Harald Christ die Mehrheit an der Reformhaus- und Biomarktkette Vitalia gesichert. Er übernahm zusammen mit seinem Geschäftspartner Paul A. Vorsteher 51 Prozent. Die übrigen 49 Prozent verbleiben bei der Familie Büttner, die das Unternehmen 1968 in München gründete. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben.

Überhaupt ist der Einstieg von Christ Capital ein Produkt der Finanzkrise. Denn ursprünglich wollte die englische Großbank HSBC eine künftige Expansion von Vitalia finanzieren. Erst nachdem diese sich nicht mehr in der Lage fühlte die bereits zugesagten Mittel auch bereitzustellen, sah Harald Christ seine Chance gekommen. Zukünftig wird er auch den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen.

Er verfügt auf diesem Posten über reichlich Erfahrung. Nach seinem Engagement beim Hamburger Fondshauses HCI war er als Generalbevollmächtigter bei der Berliner Weberbank tätig und zudem Manager bei deren damaliger Konzernmutter, der WestLB. Seine 2004 in Berlin gegründete Christ Capital AG investiert in wachstumsstarke mittelständische Unternehmen. Aktuell werden rund ein Dutzend solcher Beteiligungen gehalten.

Vitalia verfügt in Deutschland und Österreich derzeit über rund 120 Biomärkte und Reformhäuser. Dort erwirtschafteten gut 800 Mitarbeiter 80 Millionen Euro Jahresumsatz. Christ plant für die nächsten fünf Jahre eine Verdoppelung der Filialenanzahl. Vor allem in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland sollen neue Niederlassungen eröffnet werden. Zudem gehört zur Unternehmensgruppe auch der über 700 Kunden bedienende Großhändler ÖkoNova.
Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 5.6.09