Hawesta Fischkonserven an Konkurrenz verkauft

Datum: 15.10.2009
100 Jahre sind genug, ließe sich etwas zynisch zur Geschichte der bekannten Firma Hawesta aus Lübeck sagen. Denn der bislang eigenständige Fischkonservenhersteller wurde von seinem Gesellschafter Peter Westphal-Langloh an die Rügen Fisch AG verkauft. Zum Kaufpreis schwiegen sich die beteiligten Parteien bislang aus.

Grund für den Verkauf waren dramatische Umsatzeinbrüche im vergangenen Jahr, die eine Entlassung von 70 Mitarbeitern unumgänglich machten. Bereits in den vorangegangenen Jahren gingen die Erlöse des traditionsreichen Unternehmens kontinuierlich zurück. 2008 waren es noch 50 Millionen Euro. Für die jetzt noch 200 Beschäftigten von Hawesta wird es wohl erst einmal weitergehen. Und auch der Markenname Hawesta wird erhalten bleiben.

Der Lübecker Standort wird vermutlich aber in die Rügen Fisch AG eingegliedert. Deren Chef Klaus Peper, der aus dem maroden Unternehmen die Nummer zwei am deutschen Markt für Fischkonserven mit einem Anteil von 14 Prozent und einem Jahresumsatz von 95 Millionen Euro gemacht hat, lässt sich diesbezüglich jedoch nicht in die Karten gucken. Gemutmaßt wird, dass es in der Saßnitzer Fabrik Produktionsengpässe gab und ein Zukauf einfacher als die Erweiterung der Anlagen ist. Auf jeden Fall steigt Rügen Fisch mit dieser Akquisition zum Primus unter den deutschen Fischkonservenherstellern auf.
Quelle: ln-online.de vom 15.10.09