Hewlett-Packard kauft Smartphone-Pionier Palm

Datum: 29.04.2010
Und schafft damit die Voraussetzungen für einen Angriff auf die marktführenden Positionen von iPhone und Blackberry. Etwa 1,2 Milliarden US-Dollar lässt HP sich die Übernahme kosten. Damit sind die Aktien von Palm mit 5,70 Dollar pro Stück bewertet. Der Schlusskurs am Mittwoch lag bei lediglich 4,63 Dollar. Die Aufsichtsräte beider Beteiligten haben dem Deal bereits zugestimmt, der nun bis Juli 2010 abgeschlossen werden soll.

Palm war alleine nicht in der Lage, als ernsthafte Konkurrenz auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt aufzutreten. Während das Mitte 2009 eingeführte Palm Pre laut neuesten Quartalsdaten lediglich 408.000 mal über den Ladentisch ging, wurde Apples iPhone rund 8,75 Millionenfach verkauft. Auch bei HP entwickelten sich die Windows-Smartphones iPAQ eher zu Ladenhütern. Mit HP im Rücken könnte Palm sein trotz der bislang mauen Verkäufe hoch gelobtes Smartphone-System WebOS noch einmal pushen.

Eingefädelt wurde der Verkauf wohl schon vor Wochen, als der ehemalige Apple-Manager und jetzige Palm-Chef Jon Rubinstein noch davon sprach, dass Palm auch alleine langfristig überlebensfähig sei. Sein Pendant bei HP, Todd Bradley, war einer der Vorgänger von Rubinstein. Und sollte deshalb auch wissen was er für sein Geld bekommt.
Quelle: sueddeutsche.de vom 29.4.10