Holzbrinck trennt sich von Saarbrücker Zeitung

Datum: 30.05.2012
Und damit auch von der letzten Beteiligung an einer deutschen Tageszeitung. Stefan von Holtzbrinck setzt mit dem Verkauf nachdrücklich seinen Kurs fort, der einen Ausstieg aus dem Zeitungsgeschäft vorsieht. Dabei ist die Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH auch langfristig solide aufgestellt und wirft Gewinne ab.

Käufer ist die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar (GSB) aus Saarbrücken. Die hält bislang einen Anteil von 26 Prozent, der sich zum 1. August auf 46,9 Prozent erhöhen wird. Spätestens Mitte 2014 sollen dann alle Anteile bei der GSB liegen. Die vereinbarte mit Holzbrinck Stillschweigen über die Kaufsumme. Spekuliert wird mit einem Preis im dreistelligen Millionenbereich.

Allerdings muss das Bundeskartellamt dem Geschäft noch zustimmen. Das beinhaltet neben der Saarbrücker Zeitung auch das Trierer Blatt, das von der Tochtergesellschaft Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH herausgegeben wird. Holzbrinck trennte sich jüngst bereits vom Tagesspiegel, der Verlagsgruppe Handelsblatt, der Main-Post und dem Südkurier. Stattdessen gilt die Konzentration den Standbeinen Bildung und Wissenschaft, Literatur sowie digitale Geschäftsmodelle. Das schließt auch die Beteiligung an der Wochenzeitung Die Zeit mit ein.
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