Ikea erwirbt Windparks in Deutschland

Datum: 10.09.2010
Der schwedische Möbelgigant Ikea setzt auf erneuerbare Energien und erwirbt sechs Windparks in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Verkäufer ist der spanische Windkraftspezialist Gamesa. Dies teilten beide Unternehmen bereits am Mittwoch mit. Die Schweden verfolgen damit weiter ihre Strategie, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Über insgesamt 52 Windräder kann der Möbelhersteller inzwischen verfügen.

Und erreicht damit eine Gesamt-Windkapazität von 93 Megawatt, was für zehn Prozent des Konzernbedarfs an Strom ausreicht. Die neu erworbenen Anlagen produzieren etwa 88 Gigawattstunden pro Jahr und könnten somit den Betrieb von 17 Möbelhäusern ermöglichen. Der Strom soll allerdings zunächst ins deutsche Netz eingespeist werden. Mit dem Management der neuen Windparks wurden eigens ein darauf spezialisierte Betreiber beauftragt.

Der Verkäufer, die Firma Gamesa produziert weltweit Turbinen sowie schlüsselfertige Windparks und muss in letzter Zeit mit zunehmender Konkurrenz auf dem Weltmark kämpfen. Ikea, das in Deutschland auch etwa elf Photovoltaikanlagen am Netz hat und weitere in Planung, möchte seine Energieeffizienz steigern und den gesamten Energiebedarf auf lange Sicht mit erneuerbaren Energien decken. Um seinem grünen Image gerecht zu werden, sammelt der Konzern auch bereits Regenwasser für die Toilettenspülung auf den Dächern und setzt auf Abwasserwärme. Deutschland ist der größte Absatzmarkt für Ikea und man betreibt hier derzeit 45 Möbelhäuser.
Quelle: ftd.de vom 09.09.2010