Inder steigen bei Autozulieferer Peguform ein

Datum: 13.07.2011
Der Baden-Württembergische Autozulieferer Peguform bekommt mal wieder einen neuen Mehrheitsgesellschafter: Die indische Samvardhana Motherson Gruppe. Die einigte sich mit der österreichischen Cross Industries AG auf die Übernahme von 80 Prozent der Anteile. Die übrigen 20 Prozent verbleiben bei Cross. Details zu den finanziellen Modalitäten wurden nicht bekanntgegeben. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

Darüber hinaus erhält Motherson von Cross auch die Hälfte der Anteile der niederbayerischen Wethje Carbon Composite, die auf Leichtbauteile für die Autoindustrie spezialisiert ist. Peguform gehört in der Automobilbranche zu den großen Kunststoff-Verarbeitern und stellt z.B. Stoßfänger und Innenraumsysteme her. Von den 7.000 Beschäftigten arbeiten mehr als die Hälfte in den sechs deutschen Werken. Der Umsatz lag im letzten Jahr bei bei 1,33 Milliarden Euro.

Peguform schlidderte 2002 in die Insolvenz und wurde 2005 vom Investor Cerberus übernommen. Der verkaufte 2008 an die österreichische Polytec, die sich damit aber verhoben hatte und die Anteile schon kurz danach an Cross Industries weiterveräußerte.

Motherson ist einer der führenden indischen Autozulieferer, der weltweit in 23 Ländern mit neunzig Niederlassungen aktiv ist. Rund 40.000 Mitarbeiter setzten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,7 Milliarden US-Dollar um. Schwerpunkte sind Fahrzeugverkabelungen und Spiegelsysteme. Aber auch im Bereich, in dem Peguform tätig ist, haben die Inder Kapazitäten. Weshalb sie auch mit Synergien in diesem Feld rechnen.
Quelle: wirtschaftsblatt.at vom 13.7.11