Industriedienstleister MCE an Bilfinger Berger veräußert

Datum: 06.10.2009
Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger setzt weiter auf den Ausbau seiner Dienstleistungssparte. Mit der Übernahme des Industrie- und Kraftwerkdienstleisters MCE aus Linz in Österreich reduziert Bilfinger wiederholt sein Engagement im angestammten Baugeschäft. Das Unternehmen zieht so die Konsequenz aus immer weiter sinkenden Umsätzen in diesem Geschäftsbereich.

Angedeutet hatte sich diese Strategie bereits im Mai 2008 mit der Übernahme des Anlagenbauers M+W Zander. Durch den Ausbau der Dienstleistungssparte mit der 2008 circa 4,6 Milliarden Euro erzielt werden konnten, trug das Baugeschäft mit zwar 6,1 Milliarden Umsatz aber zuletzt nur noch geringfügigem Gewinn zum Gesamterlös bei.

Der Kauf der MCE-Gruppe, den sich Bilfinger 350 Millionen Euro kosten lässt, wird durch eine Kapitalerhöhung im Verhältnis von 4:1 finanziert. Verkäufer von MCE ist der Finanzinvestor Deutsche Beteiligungs-AG. MCE ist ein international operierender Dienstleistungskonzern, der sich auf die Planung, den Bau und die Wartung von Anlagen der Prozessindustrie und der Energiewirtschaft spezialisiert hat. Über 6.500 Beschäftigte konnten im letzten Jahr für einen Umsatz von etwa 900 Millionen Euro sorgen. Knapp 4.000 Angestellte sind in Österreich beschäftigt, etwa 1.650 in Deutschland.

Bilfinger Berger engagiert sich als zweitgrößter deutscher Baukonzern vornehmlich in großen Infrastrukturprojekten und bietet Serviceleistungen im Zusammenhang mit Immobilien an. Das Leistungsangebot beinhaltet zudem Dienstleistungen für Industrieanlagen, Kraftwerke und Gebäude. Mit global etwa 60.000 Beschäftigten wurde zuletzt ein Umsatz von rund 10 Milliarden Euro erreicht.
Quelle: derstandard.at vom 6.10.09