Insolvenz bei AKT

Datum: 07.01.2011
Mit der AKT, der Altmärker Kunststoff-Technik GmbH, muss mal wieder ein in der Automotive-Sparte tätiges Unternehmen in die Insolvenz. Die AKT ist ein Kunststoffspritzgusshersteller für hochwertige Interieurteile von Pkw. Zu den wichtigsten Kunden gehören die Autobauer VW, Daimler, Opel, Porsche und BMW sowie die Zulieferer Faurecia und Johnson Controls.

Als Grund nannte die Geschäftsführung die Krise der vergangenen Jahre, durch die Kurzarbeit und zahlreiche Neuakquisitionen zwingend notwendig waren. Die Neuakquisitionen zogen entsprechende Projektanläufe mit Stückzahlsteigerungen nach sich, woraus Lieferrückstände resultierten, die eine Einbindung umfangreicher Fremdfertigung unumgänglich machten.

Dadurch gab es regelmäßige operative Verluste, die bis zu knapp einer Million Euro monatlich anwuchsen. Das zwang das Unternehmen im sachsen-anhaltinischen Gardelegen nun zu diesem drastischen Schritt. Betroffen sind rund tausend Mitarbeiter. Nicht betroffen sind glücklicherweise die Tochterfirmen im sächsischen Doberschau, im tschechischen Jablonec und in Amorebieta in Spanien mit insgesamt etwa 700 Mitarbeitern.

Geplant ist eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Dafür holt sich die AKT mit den beiden Dresdenern Andrew Seidl und Bernard Schrettle zwei erfahrene Sanierungsexperten als neue Geschäftsführer an Bord. 2010 konnte trotz der misslichen Lage ein Gruppenumsatz von 170 Millionen Euro generiert werden.
Quelle: az-online.de vom 7.1.11