Insolvenz bei Fleisch- und Wurstwarenhersteller Höll

Datum: 22.09.2011
Letztes Jahr feierte man in Saarbrücken noch das hundertjährige Jubiläum des Fleisch- und Wurst-Spezialisten Höll. Heute ist die Stimmung gedrückt. Denn gestern musste wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet werden. Auslöser für die Misere waren mehrere ungünstige Umstände. Durch die Finanzkrise gab es zunächst mal veränderte Kreditlinien. Zudem stiegen die Rohstoffpreise für Naturdärme und Schweinefleisch.

Und in dieser prekären Situation gab es im Juli eine Rückrufaktion, weil in einigen Höll-Artikeln Salmonellen gefunden worden waren. Das führte zu spürbaren Umsatzeinbußen. Die Insolvenz soll Höll zu einer Neuaufstellung führen, weshalb nun interne Abläufe und Sortiment auf den Prüfstand kommen. Der Betrieb soll aber erstmal normal weiterlaufen. Derzeit beschäftigt Höll 320 Mitarbeiter am Stammwerk in Saarbrücken. Dazu kommen 190 Personen im Werk in Brandenburg an der Havel und knapp 100 am polnischen Standort.
Quelle: saarbruecker-zeitung.de vom 22.9.11