Insolvenz bei Tiefkühl-Frenzel

Datum: 12.01.2011
Die sächsische Frenzel Tiefkühlkost musste Insolvenz anmelden. Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei um eine Plan-Insolvenz, die aus buchhalterischen Gründen beantragt wurde. Deshalb soll der Betrieb wie bisher weiterlaufen. Entlassungen stehen nicht auf dem Programm. Grund für die Zahlungsunfähigkeit ist ein gescheitertes Investment in Österreich, das letztlich einen zweistelligen Millionenbetrag verschlang.

Geschäftsführer Volkmar Frenzel gab als Ziel aus, das Verfahren innerhalb von sechs Monaten abzuwickeln und einen Investor zu finden. Es gab bereits einen potenziellen Geldgeber, der allerdings das Haupwerk von Mochau nach Westdeutschland verlegen wollte. Das kommt für Frenzel derzeit jedoch nicht in Frage.

Das Anfang der Achtziger gegründete Unternehmen schwang sich nach der Wende zur Nummer Drei auf dem deutschen Tiefkühlmarkt auf. In den drei Werken in Mochau sowie in Manschnow im Landkreis Märkisch-Oderland und im thüringischen Ringleben sind rund 600 Menschen angestellt. Die erzielten zuletzt einen Umsatz von 120 Millionen Euro.
Quelle: rbb-online.de vom 11.1.11