Insolvenz für MAG Metz-Autohäuser

Datum: 17.02.2010
Die Pleitewelle unter den Autohändlern in Deutschland nimmt ihren Fortgang. Erst vor kurzem stand die Lübecker Kittner-Gruppe kurz vor dem Aus. Nun ist es die bundesweit vertretene Autohaus-Unternehmensgruppe MAG Metz, die in Bielefeld Insolvenz anmelden musste. Das Unternehmen, das unter der Marke MAG Autowelt auftritt und zu den größten Autohändlern in Deutschland gehört, möchte sich mit diesem Schritt konsolidieren und die Fehler einer übertriebenen Wachstumspolitik wieder wettmachen, wie es selbst mitteilte. Zuletzt hatten Kreditgeber und Lieferanten den Glauben an eine gewinnträchtige Zukunft verloren.

Betroffen sind von diesem Schritt rund 1.200 Mitarbeiter, die bundesweit in 57 Filialen arbeiten. Auch die Angestellten der Corsmann GmbH gehören dazu. Sie alle kriegen zwar ihre Januar-Löhne ausgezahlt, doch die Angst um den Erhalt der Arbeitsplätze dominiert zurzeit. Hauptgrund für die Zahlungsschwierigkeiten ist laut Branchenkennern die Abwrackprämie. Sie führte zu einem enormen Wertverlust bei Gebrauchtwagen sowie zu einer hohen Nachfrage nach Kleinwagen, die verhältnismäßig wenig Umsatz brachten. Auch die Übernahme des Pleite gegangenen Autohauses Georg von Opel in Frankfurt am Main im Jahr 2008 wird als Pleitegrund genannt.

Laut Auskunft des Insolvenzverwalters konnte die MAG-Gruppe, die ihren Hauptsitz in Berlin hat, im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 350 Millionen Euro erzielen. 20.000 Fahrzeuge, überwiegend von Opel und General Motors, wurden 2009 veräußert und noch 2008 feierte das Unternehmen seinen einhundertsten Geburtstag. Dass auch in Zukunft noch Pkws verkauft werden können, soll nun im Verlauf intensiver Sanierungsgespräche gesichert werden.
Quelle: nw-news.de vom 13.02.2010