Instrumentenbauer Schreiber & Keilwerth kann weitermachen

Datum: 03.08.2010
Schreiber & Keilwerth kann weitermachen, zahlt dafür aber einen hohen Preis. Der insolvente Instrumentenbauer wird künftig deutlich weniger Mitarbeiter haben und muss einen seiner beiden Standorte schließen. Das verfügte die neue Muttergesellschaft Buffet-Crampon aus Frankreich, die aber dadurch das komplette Aus verhinderte.

Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Gläubiger haben bereits ihr Einverständnis gegeben. Damit entsteht nach Aussage der Franzosen ein neuer Weltmarktführer für Holzblasinstrumente: die Buffet Crampon Deutschland GmbH.

Allerdings wird die bisherige Unternehmenszentrale im hessischen Nauheim mit ihren 15 Beschäftigten nicht weitermachen dürfen. Immerhin wird es im Vogtländer Werk in Markneukirchen für 134 Mitarbeiter weitergehen. 118 ihrer Kollegen haben ihren Job jedoch bereits verloren. Sie können für fünf Monate in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln.

Das Unternehmen, das 1996 aus dem Zusammenschluss der beiden traditionsreichen Firmen Julius Keilwerth und W. Schreiber & Söhne entstand, musste im März in die Insolvenz nachdem es die Februar-Gehälter nicht mehr auszahlen konnte.
Quelle: sz-online.de vom 3.8.10