Johnson Controls kauft Recaro und Keiper

Datum: 05.01.2011
Die Keiper Recaro Group trennt sich von ihrem Automotive-Geschäft. Über ihre Holding, die Putsch GmbH & Co. KG, verkauft sie ihre auf die Produktion von Autositzen spezialisierten Töchter Keiper sowie Teile von Recaro. Die entsprechenden Verträge wurden breits letzten Donnerstag unterzeichnet. Zur Kaufsumme gab es keine Angaben.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden soll der Deal im ersten Halbjahr 2011 abgewickelt werden. Bei Keiper mit Stammsitz in Kaiserslautern und dem Automotive-Geschäft von Recaro mit Sitz in Kirchheim/Teck arbeiten insgesamt rund 4.750 Beschäftigte an 13 Standorten in Europa, Asien und Nordamerika. In Deutschland sind von dem Verkauf neben Kaiserslautern und Kirchheim auch die Werke in Remscheid und Rockenhausen betroffen.

Ausgenommen vom Geschäft sind die brasilianische Keiper-Tochter Keiper do Brasil sowie der Flugzeugsitzhersteller Recaro Aircraft Seating, der Polstermöbelproduzent Recaro Home und Recaro Child Safety als Anbieter von Kindersitzen. Auch die Rechte am Markennamen Recaro verbleiben bei Putsch. Allerdings bekommt Johnson Controls eine langfristige Lizenz zur Verwendung des Namens für Automobil- und Nutzfahrzeugsitze.

Als Verkaufsgründe nannte der Gesellschafter Martin Putsch die besseren Entwicklungsmöglichkeiten der veräußerten Teile bei Johnson. Die verbliebenen Teile der Unternehmensgruppe sollen sich künftig voll auf die strategische Weiterentwicklung der Marke Recaro konzentrieren. Johnson Controls ist ein global agierender Autozulieferer, der durch den Zukauf seinen Geschäftsbereich Metallkomponenten und mechanische Bauteile stärken will.
Quelle: Pressemitteilung von Putsch vom 30.12.10