K+S trennt sich von Compo

Datum: 22.06.2011
Der Umbauprozess beim Düngemittelkonzern K+S hin zu einem reinen Bergbauunternehmen schreitet voran. Um sich mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können, wurde mit Compo die für Blumenerde zuständige Tochter verkauft. Sie gehört nun dem Finanzinvestor Triton, der dafür 205 Millionen Euro bezahlt. Über weitere Konditionen vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Die EU-Kartellbehörde muss noch ihr Einverständnis zum Deal geben.

Compo stand bei K+S schon seit rund einem Jahr zum Verkauf. Das in Münster ansässige Unternehmen erreichte zuletzt mit 1.075 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Triton setzte sich letztlich gegen die Mitbewerber - zum Schluss war noch die israelische Düngemittelfirma ICL mit im Rennen - mit einem Konzept durch, das auf einen Ausbau bei Compo zielt. Und damit auch ein positives Signal für die Arbeitnehmer abgibt.

K+S kann sich nun noch mehr auf sein Kerngeschäft mit Kali-Düngemitteln und Salz kümmern und wird dadurch für große internationale Minenkonzerne wie Rio Tinto und BHP Billiton als Übernahmeobjekt interessanter. Einziger verbliebener Nebenschauplatz für K+S ist die Stickstoffdüngemittelsparte für Großkunden aus der Landwirtschaft, die aber auch möglichst schnell veräußert werden soll. Dabei ist jedoch ein bis 2014 laufender Vertrag mit BASF hinderlich, in dem K+S sich zur Abnahme von Düngemitteln verpflichtet. Sollte jedoch ein Interessent gefunden werden, der auch mit BASF entsprechende Verhandlungen führt, könnte ein Verkauf jederzeit stattfinden.
Quelle: reuters.com vom 21.6.11