Kein Geld mehr bei Fluggesellschaft Cirrus

Datum: 24.01.2012
Die in Saarbrücken beheimatete Fluggesellschaft Cirrus ist pleite. Sie stellte einen Insolvenzantrag und hat darüber hinaus am letzten Freitag auch vorübergehend ihren Betrieb eingestellt. Das gilt mindestens bis Ende dieser Woche. Die Zeit soll genutzt werden um zu gucken ob das Unternehmen überhaupt noch eine Zukunft haben kann.

Cirrus ist eine kleine Gesellschaft mit lediglich sieben Maschinen. Aber hier wird das Dilemma einer ganzen Branche genauso deutlich wie an der natürlich deutlich aufsehenerregenderen jüngsten Pleite von American Airlines. Denn erstens sind die Firmen extrem vom Ölpreis abhängig. Und der ist immer diversen Schwankungen unterworfen. Aber zweitens wird dieser Punkt erst dadurch so hart für die Fluggesellschaften, dass ein fast absurder Preiskrieg herrscht, der in immer neuen Billigangeboten gipfelt, die Fliegen vielfach preisgünstiger machen als Bahnfahren.

Genau deshalb können schon Kleinigkeiten reichen um eine Firma in den Bankrott zu treiben. Oft egal ob klein oder groß. Wobei die Branchenriesen schon den Vorteil haben, dass ihre Möglichkeiten, Dinge abzufedern und zu verändern, ungleich größer sind. Aber dann müssen sie eben auch genutzt werden, wie das Beispiel American Airlines aufzeigt. Die Frage, die durch die Cirrus-Insolvenz einmal mehr deutlich wird, ist doch, ob es nicht grundlegender Veränderungen in der zivilen Luftfahrtbranche bedarf bevor es einen massenhaften Zusammenbruch bei den Airlines gibt.
Quelle: fr-online.de vom 23.1.12