Kein Geld mehr beim Schlachthof Jena

Datum: 24.01.2013
Dem Schlachthof Jena steht das Wasser bis zum Hals. Seit einer Woche leitet Insolvenzverwalter Rolf Rombach die Geschäfte. Und was er bislang zu Protokoll gibt macht den noch 103 verbliebenen Mitarbeitern nicht unbedingt Mut. Denn er habe den Schlachthof in einem katastrophalen Zustand vorgefunden, nannte aber keine Gründe für die Zahlungsunfähigkeit. Löhne wurden teilweise schon seit Oktober 2012 nicht mehr ausgezahlt. Trotzdem will er den Standort über eine Auffanglösung retten, weiß aber selbst, dass er sich damit einer Herkulesaufgabe stellt.

Momentan läuft der Betrieb eingeschränkt weiter. Das heißt, dass lediglich 40 Beschäftigte die Lohnschlachtung aufrecht erhalten. Früher wurden auf dem Schlachthof wöchentlich etwa 300 Tonnen Schweinefleisch und 40 Tonnen Rindfleisch zerlegt. Die gingen an Fleischereien und Großküchen in der Umgegend. Zudem gibt es zwei eigene Verkaufsgeschäfte, von denen das eine inzwischen geschlossen ist. Außerdem mussten in den letzten Monaten bereits 50 Mitarbeiter gehen. Keine guten Voraussetzungen für einen Fortbestand.
Quelle: otz.de vom 24.1.13