KKR verkauft Keramikfirma Argillon

Datum: 18.12.2007
Das US-amerikanische Private-Equity-Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts (KKR) hat seine Anteile an dem Chemie- und Keramikunternehmen Argillon für 225 Millionen Euro an den britischen Spezialchemiekonzern Johnson verkauft. Die Transaktion muß noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.

Die im bayrischen Redwitz ansässige Argillon stellt Katalysatoren für die Reinigung von Abgasen in Kraftwerken und Nutzfahrzeugen her. In den letzten Jahren hat das Unternehmen besonders auf die Herstellung von Katalysatoren für die Reduktion von Stickoxid-Emissionen gesetzt. Außerdem bietet das Unternehmen Erzeugnisse aus Aluminiumoxid sowie Isolatoren aus Porzellan für Hochspannungsgeräte an. An den drei Standorten in Redwitz, Jedlina Zdroj in Polen und Turda in Rumänien beschäftigen die Bayern etwa 1.500 Mitarbeiter. Der Umsatz lag zuletzt bei knapp 160 Millionen Euro.

KKR hatte Argillon 2002 zusammen mit sechs anderen Sparten vom Siemens-Konzern übernommen. Die sieben Geschäfte wurden damals unter der Demag-Holding gebündelt, die jetzt aufgelöst werden kann, da Argillon als leztes Unternehmen der Holding verkauft wurde.

Johnson Matthey ist im Bereich Umwelttechnologie und Spezialchemie tätig. Das Unternehmen mit Sitz in London ist auf Katalysatoren, Edelmetalle, Feinchemikalien und Verfahrenstechnologie spezialisiert. Die Gruppe wurde 1817 gegründet und ist heute nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Herstellung von Katalysatoren für die Emissionskontrolle von Autoabgasen. Im Geschäftsjahr 2006/07 erwirtschaftete das Unternehmen mit weltweit 7.800 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet rund 8,556 Milliarden Euro (6,152 Milliarden britische Pfund).
Quelle: FTD, Neue Presse, argillon