Kneissl in die Wüste

Datum: 08.07.2008
Scheich Mohammed Bin Issa Al Jaber investiert in die traditionsreiche Marke Kneissl. Al Jaber übernimmt - eine Kapitalerhöhung macht es möglich - 60 Prozent des österreichischen Wintersportartikelherstellers. Bislang lagen alle Anteile in den Händen der Unternehmensgruppe des Tiroler Unternehmers Fritz Unterberger. Dieser sieht sich darin bestätigt, in den letzten, für das Unternehmen schwierigen Jahren für den Erhalt von Kneissl gekämpft zu haben. Auch Geschäftsführer Andreas Gebauer bezeichnet den Einstieg Al Jabers als Sternstunde für das Unternehmen.

Al Jaber, der in London, Paris und Wien Hotels betreibt, ist in Österreich kein Unbekannter. Zur Zeit fechtet der saudi-arabische Geschäftsmann einen Rechtsstreit mit der Fluggesellschaft Austrian Airlines aus, bei der es um eine Investitionsverpflichtung von 150 Millionen Euro geht. Sein Engagement bei Kneissl soll nach seinen Aussagen auf jeden Fall langfristig und nachhaltig sein. Analysen ließen darauf schließen, dass die Marke Kneissl ein hohes internationales Potential berge. Zudem seien große Synergiemöglichkeiten mit seinem bestehenden Hotelgeschäft vorhanden, die jetzt ausgeschöpft werden sollen.

Kneissl ist momentan in einem Prozess der Neustrukturierung begriffen. Das Markenzeichen, der rote Stern, soll künftig zu einer Lifestylemarke aufgebaut werden. Das dahinterstehende Konzept fußt auf vier Elementen: Erstens der Herstellung technisch und optisch ansprechender Sportgeräte. Zweitens einer dazu passenden innovativen Bekleidungskollektion. Drittens dem Ausbau bzw. dem Neubau so genannter Kneissl-Star-Lodges. Und viertens der Realisierung eines qualitativ hochwertigen Tourismuskonzepts.
Quelle: Pressemitteilung vonKneissl Juli 08