Konsortium steigt bei Trevira ein

Datum: 08.02.2011
Der in Bobingen ans├Ąssige Textilfaserhersteller Trevira ist an ein thail├Ąndisch-italienisches Konsortium verkauft worden. Und hofft nach langen Jahren in unruhigen Fahrwassern nun auf ein bi├čchen mehr Kontinuit├Ąt. Die Voraussetzungen daf├╝r scheinen mit den neuen Gesellschaftern nicht die schlechtesten.

Denn die beiden K├Ąuferfirmen Indorama Ventures aus Thailand und Sinterama aus Italien betonten bereits, dass sie ihr Engagement bei Trevira langfristig angelegt sehen. Der internationale Ausbau soll vorangetrieben werden. Die Marke Trevira dabei eigenst├Ąndig bleiben und gest├Ąrkt werden. Das wird vor allem durch die Einbindung in das Netzwerk der neuen Muttergesellschaften geschehen.

Und auch in der Produktion w├╝rden sich nach Sinterama-Angaben die Werke sehr gut erg├Ąnzen. Zudem gaben die neuen Besitzer auch eine Bestandsgarantie f├╝r die drei deutschen Standorte Bobingen, Guben in Brandenburg und Hattersheim bei Frankfurt sowie f├╝r das polnische Werk in Zielona G├│ra ab. In Deutschland besch├Ąftigt Trevira rund 1.300 Mitarbeiter.

Das Unternehmen war Mitte 2009 wegen fehlender finanzieller Unterst├╝tzung seitens des indischen Mutterkonzerns Reliance in die Insolvenz gerutscht und konnte die Produktion nur durch B├╝rgschaften der Bundesl├Ąnder Bayern und Brandenburg aufrechterhalten. 2010 wurde es neu gegr├╝ndet und von Wirtschaftspr├╝fer Werner Schneider gef├╝hrt. Der unterschrieb nun auch den Kaufvertrag. Zum Preis machten die Beteiligten keine Angaben. Der Umsatz 2010 lag immerhin bei 240 Millionen Euro.
Quelle: sueddeutsche.de vom 8.2.11