Konsumgenossenschaft Sachsen Nord ist pleite

Datum: 28.04.2010
Seit letzten Freitag ist es amtlich. Denn da ging am Amtsgericht Leipzig der Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein. Seitdem arbeitet der Vorstand der Konsumgenossenschaft Sachsen Nord zusammen mit dem Insolvenzverwalter Michael Schoor an einem Rettungsplan zur Fortführung des Unternehmens.

Um für langfristig stabile finanzielle Verhältnisse zu sorgen, sollen bereits eingeleitete Konsolidierungsmaßnahmen konsequent weiter verfolgt werden. Bei Kündigungen von Mitgliedschaften oder Geschäftsanteilen wird es deshalb aktuell keine Auszahlungen geben. Auch der Verkaufsbetrieb in den 42 Filialen der Genossenschaft soll wie bisher weiterlaufen.

Die prekäre Situation von Konsum Sachsen Nord zeichnete sich seit längerer Zeit ab. Denn im Verbreitungsgebiet der Genossenschaft herrscht durch überdurchschnittlich viele Anbieter im Lebensmitteleinzelhandel ein extrem harter Verdrängungswettbewerb. Zahlreiche Neueröffnungen von Discountern in jüngster Zeit verstärken diese Problematik. Fraglich, ob es für die älteste deutsche Konsumgenossenschaft in diesem Wettbewerb noch eine gesicherte Zukunft geben kann.
Quelle: torgauerzeitung.com vom 27.4.10