Krankenhaus Mariahilf an Helios-Gruppe

Datum: 04.08.2008
Nach langem Tauziehen übernahm die Helios-Gruppe alle Anteile am Mariahilf Krankenhaus in Hamburg-Harburg. Als Verkäufer trat die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul auf. Geleitet wird die Klinik künftig von Martin Rosebrock und Franzel Simon, der zudem bei Helios auch den Posten des Regionalgeschäftsführer der Region Nord innehat.

Beschlossen war das Geschäft bereits seit einem Jahr, konnte aber auf Grund einer schwierigen Sachlage erst jetzt umgesetzt werden. Denn der Helios Konkurrent Asklepios hatte Beschwerde dagegen eingelegt, da vorher das Bundeskartellamt einen Zusammenschluss von Mariahilf und der Harburger Asklepios Klinik untersagt hatte. Asklepios hat in Hamburg durch die Übernahme der Mehrheit des Landesbetrieb Krankenhäuser im Jahr 2004 eine beherrschende Stellung. Erst eine Vereinbarung zwischen Asklepios und Helios machte den Deal jetzt möglich: Asklepios lässt klären, ob die Entscheidung des Bundeskartellamts zulässig war. Wenn ja, bleibt das Mariahilf bei Helios. Wenn nicht, würde es in die Trägerschaft von Asklepios eingehen.

Das Mariahilf verfügt über Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie, Pädiatrie, Neonatologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe. Insgesamt gibt es 185 Betten. In den letzten zwölf Monaten stieg die Zahl der behandelten Patienten um 7,4 Prozent an. Zudem leistete Helios größere Investitionen für Modernisierungen.

Helios zählt europaweit zu den führenden Unternehmen in den Bereichen stationärer und ambulanter Patientenversorgung. Die Berliner Gruppe, die wiederum zum Fresenius Konzern gehört, nennt 60 Kliniken mit insgesamt rund 17.200 Betten ihr Eigen. Sie verzeichnete im letzten Jahr mit etwa 30.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,84 Milliarden Euro.
Quelle: Pressemitteilung von Helios vom 1.8.08