Lamitec-Dielektra übernimmt Werk von Ruwel

Datum: 02.07.2008
Die Lamitec-Dielektra GmbH betreibt künftig das bislang der Ruwel GmbH gehörende Werk in Grassau am Chiemsee. Ruwel fertigte dort Multilayer und Dickkupferschaltungen. Unter dem neuen Betreiber wird der Produktionsschwerpunkt ausschließlich auf Dickkupferschaltungen und Dickkupfer-Leiterplatten gelegt. Letztere werden vor allem in der Automobilelektronik und in der Photovoltaik eingesetzt. Über den Kaufpreis wurden keine Informationen bekanntgegeben.

Lamitec-Dielektra ist auf kupferkaschierte Laminate für die Elektronikbranche spezialisiert. Diese werden mit 100 Mitarbeitern an den Standorten Köln und Neu-Ulm gefertigt. Das Unternehmen gehört zur ebenfalls in Neu-Ulm sitzenden Lamitec Group, die neben Laminaten auch Kupferfolie und Prepreg-Folien herstellt. Für Lamitec bietet die Neuerwerbung zum einen eine stetige Absatzmöglichkeit für das gruppeneigene Kupfer. Zum anderen werden starke Synergieeffekte eben durch die Integration der eigenen Produktionsbetriebe für Kupferfolie erwartet.

Ruwel ist nach eigenen Angaben der größte deutsche Leiterplattenproduzent. Das Unternehmen will sich nach dem Verkauf des Grassauer Werks auf seine beiden Kernkompetenzen konzentrieren: Die Produktion von hochwertigen Multilayern und Sondertechnik-Schaltungen. Dafür stehen weiterhin die vier Werke am Hauptstandort in Wetter sowie in Geldern und Pfullingen zur Verfügung. Dort arbeiten derzeit rund 1.150 Mitarbeiter, die im letzten Jahr einen Umsatz von etwa 161 Millionen Euro erreichten. Zudem wurde kürzlich die Naavinya CAD Soft Ltd. in Bangalore in Indien übernommen.
Quelle: Pressemitteilung Ruwel vom 30.6.08