Land unter bei Brillenhersteller Rodenstock

Datum: 29.09.2010
Das ist bitter. Noch vor Wochenfrist schien bei dem traditionsreichen M├╝nchener Brillenhersteller die Zukunft gesichert. Jetzt sieht die Lage deutlich anders aus. Deutlich schlechter. Denn eigentlich war der Deal mit dem Investor Trilantic schon in trockenen T├╝chern - wir meldeten entsprechendes vor knapp zwei Wochen. ├ťberraschend platzte er jedoch, weil sich die Verhandlungspartner ├╝ber Detailfragen nicht einig wurden.

Dabei war der grobe Fahrplan schon festgelegt. Trilantic sollte f├╝r 42 Millionen die Mehrheit vom bisherigen Hauptgesellschafter Bridgepoint ├╝bernehmen, der wiederum mit einem Minderheitsanteil engagiert bleiben und noch einmal 28 Millionen Euro zur Schuldenreduzierung beisteuern sollte. Insider sprechen davon, dass die Banken noch einmal Nachforderungen gestellt h├Ątten, die Trilantic nicht erf├╝llen wollte.

Was aber passiert nun mit Rodenstock. 300 Millionen Euro Schulden dr├╝cken. Die Insolvenz scheint ganz nah. Da sich unter den zahlreichen Gl├Ąubigern auch Hedge-Fonds befinden, die eine Spaltung des Unternehmen bevorzugen, stellt man sich bei Rodenstock auf eine harte Zukunft ein. Auch wenn die Mehrheit der Gl├Ąubiger ihre Kredite vorerst nicht f├Ąllig stellen will.
Quelle: handelsblatt.com vom 29.9.10