Lübecker Maschinenbau Gesellschaft macht dicht

Datum: 29.07.2010
Aus und vorbei, das war's. 164 Jahre ging die LMG, die Lübecker Maschinenbau Gesellschaft ihrer Arbeit im Stahl- und Anlagenbau nach. Doch damit ist zum Monatsende Schluss. 126 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Noch als der Insolvenzantrag im April gestellt wurde, hoffte der Großteil der Belegschaft auf ein Weiterbestehen ihres Arbeitgebers. Vergeblich.

Der hat nun einen jahrelangen Kampf um seine Existenz endgültig verloren. Denn schon 2007 gab es eine Insolvenz aus der die LMG durch die Übernahme seitens eines Bremer Geschäftsmannes gerettet wurde. Vielleicht ist deshalb auch die Angst vor einer erneuten Insolvenz des Herstellers von Kränen, Schiffsbauteilen und -winden so groß gewesen, dass der entsprechende Antrag sehr spät gestellt wurde. Zu spät um das Unternehmen noch retten zu können, meinen zumindest verschiedene Stimmen aus der IG Metall und der Belegschaft.

Auch Lübecks Bürgermeister Saxe drückte sein tiefes Mitgefühl über den Verlust einer Traditionsfirma aus, sah aber auf Grund der angespannten Stadtfinanzen keine Möglichkeiten selbst einzugreifen. Auch aus dem Kieler Wirtschaftsministerium kamen bedauernde Worte. Das wird den Beschäftigten nächste Woche aber den Gang zur Agentur für Arbeit auch nicht leichter machen.
Quelle: ln-online.de vom 29.7.10