LEG-Wohnungen an Immobilienfonds veräußert

Datum: 11.06.2008
Nach einem knappen Rennen steht der neue Besitzer der LEG Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH fest. Es ist der Immobilienfonds Whitehall. Er setzte sich gegen den Bochumer Wohnungskonzern Deutsche Annington durch, dem ebenfalls gute Chancen eingeräumt wurden. Aus Düsseldorfer Regierungskreisen verlautete, dass der erzielte Preis rund 3,5 Milliarden Euro betrage und damit knapp über dem Gebot von Annington lag.

Mit etwa 93.000 Wohnungen in über 100 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen zählt die LEG zu den größten Wohnungsunternehmen Deutschlands. Davon gehören ihr knapp 60.000 selbst. Die anderen werden durch Tochterfirmen und Beteiligungen an anderen Gesellschaften gehalten. Die LEG entstand 1970 in Düsseldorf durch die Fusion mehrerer öffentlicher Wohnungsunternehmen und gehörte mehrheitlich der Beteiligungsverwaltungsgesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Sowohl die Landtagsopposition, bestehend aus SPD und Grünen, als auch Mieterorganisationen und Gewerkschaften lehnen diesen Deal weiterhin ab. Gegen den Verkauf hat sich sogar eine Volksinitiative gebildet.

Whitehall ist der Immobilienfonds der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs. In Zusammenarbeit mit der Investmentgesellschaft Cerberus übernahm Whitehall bereits vor einigen Jahren die Berliner Wohnungsgesellschaft GSW.
Quelle: Financial Times Deutschland vom 11.6.08