Letzter Akt beim Baukonzern Heitkamp

Datum: 12.03.2012
120 Jahre gab es das Bauunternehmen Heitkamp in Herne. Jetzt ist die Firma de facto nicht mehr existent. Alles was noch von ihr übrig geblieben ist, sind die Unternehmensvilla und etwa 100.000 Quadratmeter Industriebrache. Im November 2011 musste der Konzern aus dem Ruhrpott in die Insolvenz. Schulden, angehäuft durch unglückliche Entscheidungen in Bezug auf Zukäufe, drückten. Dann kam die Energiewende, die dem Unternehmen, dass eines seiner Hauptgeschäftsfelder im Kraftwerksbau hat, den Rest gab.

Nun sind vier Monate später alle Tochtergesellschaften verkauft. Die Konkurrenz von Feldhaus übernahm jetzt die letzten - allesamt profitabel arbeitenden - Heitkamp-Firmen. Auch der Name Heitkamp wird wohl als Marke erhalten bleiben. Für die ehemals 900 Mitarbeiter geht es damit also größtenteils weiter. Somit sind wenigstens kaum Arbeitsplätze vernichtet worden. Lediglich für die 50 Beschäftigten der Holding gibt es noch keine Lösung. Allerdings werden die Gläubiger wohl größtenteils leer ausgehen.

Quelle: rp-online.de vom 10.3.12