Lonza sichert sich Amaxa

Datum: 28.05.2008
Der Schweizer Lonza-Konzern übernimmt die in Köln ansässige Amaxa AG. Amaxa ist in der Biotechnologie tätig. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung seitens der Kartellbehörden. Mit deren Zustimmung wird von beiden Firmen im dritten Quartal dieses Jahres gerechnet. Finanziert wird der Deal von Lonza durch Einnahmen aus jüngst getätigten Verkäufen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Amaxa entwickelt und vertreibt nicht-virale Gentransfersysteme, die wichtige Modellsysteme für die Grundlagenforschung und für verschiedene medizinische Forschungsbereiche sind. Zudem liefert das Unternehmen mit seinen 160 Mitarbeitern Material für die Zellforschung an Universitäten sowie bei Pharma- und Biotechunternehmen.

Des Weiteren ist Amaxa nach Angaben von Lonza in der Transfektion von Primärzellen führend. Das ergänze sich hervorragend mit dem Schwerpunkt der Schweizer, der Produktion von Primärzellen. In Zukunft könnten dann die Kunden ihre gesamten Arbeitsmittel für Primärzellen aus einer Hand beziehen. Darüber hinaus werde die Übernahme die Margen und Wachstumsraten von Lonza im Segment Bioscience verbessern. Geplant ist, den Amaxa-Standort in Köln zu einem Schwerpunkt für Produktentwicklung auszubauen.

Lonza ist in Basel angesiedelt und gehört zu den international führenden Anbietern von Produkten und Dienstleistungen für die Life-Sciences- Industrie. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielten weltweit rund 7.400 Beschäftigte einen Umsatz von etwa 2,9 Milliarden Franken.

Quelle: Basler Zeitung online vom 27.5.08