Lufthansa steigt bei Billigflieger ein

Datum: 16.12.2007
Die Lufthansa beteiligt sich mit 19 Prozent am amerikanischen Billigflieger JetBlue Airways.

Für 19 Prozent zahlt Lufthansa 300 Millionen US Dollar (205 Millionen Euro), die im Rahmen einer Kapitalerhöhung in die Gesellschaft eingebracht werden. Die Wettbewerbsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Der Deal soll im ersten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Bei einem Anteil von unter 20 Prozent werden staatliche Grenzen für die Beteiligung ausländischer Investoren an US-Fluggesellschaften nicht überschritten.

Neben der Kapitalbeteiligung streben beide Gesellschaften auch eine operative Zusammenarbeit an. Durch die Beteiligung bekommt Lufthansa auch einen Zugriff auf umfangreiche Start- und Landerechte in den USA. Die Kooperation ist für die Lufthansa auch insofern interessant, als daß JetBlue am New Yorker Flughafen John F. Kennedy die meisten Slots besitzt.

Lufthansa kooperiert in den USA bereits im Rahmen der Star Alliance mit den Fluggesellschaften US Airways und United Airlines.

JetBlue mit Hauptsitz in New York zählt zu den gehobenen Billigfliegern, die trotz aggressiver Preise einen gewissen Komfort anbieten. Die Gesellschaft fliegt neben New York vor allem von Boston und Orlando aus in den Rest der USA und in die Karibik.
Quelle: Focus