Magna übernimmt Opel

Datum: 30.05.2009
Nach langem hin und her scheint es doch endlich sicher: Magna übernimmt Opel.

Wobei: So ganz richtig ist das ja auch nicht. Denn Magna übernimmt Opel nicht alleine. Da sind noch die Russen und General Motors wird weiterhin Anteile halten. Die Russen sollen 35 Prozent an Opel halten und GM weiterhin 35 Prozent. Deutlich mehr als Magna. Denn Magna wird nur 20 Prozent halten. Die Mitarbeiter noch einmal 10m Prozent. Interessant dabei: Keiner redet von der Übernahme durch die Russen. Alle reden von Magna.

Ob das nun die beste Lösung ist? Wir werden es sehen. In zwei Jahren oder noch früher. Denn dann wird Opel weiterhin Probleme haben. Denn was ändert die Übernahme? Opel wird wie bisher zu klein bleiben. Im Verbund mit Fiat hätte Opel sicherlich erfolgreicher sein können. Zwar hätte es auf kurze Sicht mehr Arbeitsplätze gekostet. Auf lange Sicht wäre Opel aber bei Fiat besser aufgehoben. Das Konzept wäre nachhaltiger gewesen. Man hätte Kosten sparen können durch gemeinsame Plattformen.

Magna wird nur ein Zwischenspiel bleiben. Entweder wird Magna eine Sanierung schaffen und sich dann in besseren Zeiten wieder von seinen Anteilen trennen oder Opel wird mit Magna untergehen.

Und überhaupt: Übernahme? Man hat sich geeinigt. Unterschrieben ist aber noch nichts. So wie die Amerikaner in letzter Zeit verhandelt haben, so werden sie auch noch bei den Details quer schießen. Was aus Opel letztendlich wird bleibt abzuwarten.

Nachtrag: Prominente Kritiker des Deals:
- Karl Theodor zu Guttenberg, Wirtschaftsminister
- Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank
- Hans-Heinrich Driftman, DIHK Präsident
- Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts in München
- Michael Hüter, Instituts der deutschen Wirtschaft
- und eine Vielzahl von Kommentatoren

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