Mannheimer kauft Krankenversicherung von der UNIQA

Datum: 16.04.2009
Die Versicherungsgesellschaft Mannheimer AG erwirbt die Mannheimer Krankenversicherung AG (MKV) von der UNIQA International Beteiligungs-Verwaltungs GmbH. Nicht nur, dass sie damit ihre eigene ehemalige Krankenversicherungssparte kauft. Pikanterweise ist die UNIQA auch noch die Konzernmutter der Mannheimer.

Rund 23 Millionen Euro soll der Kaufpreis betragen, der somit in derselben Größenordnung wie das Kapitalanlageergebnis von 23,5 Millionen Euro liegt. Damit spart die Mannheimer pro Jahr mindestens eine Million Euro Umsatzsteuer, die sie bisher für Leistungen zahlen musste, die sie für die Krankenversicherung erbracht hat.

UNIQA erwarb die finanziell gesunde MKV 2004 im Zuge der Übernahme der übrigen Mannheimer Gruppe während die kriselnde Mannheimer Lebensversicherung an die Auffanggesellschaft Protektor ging. Zum damaligen Zeitpunkt war die Mannheimer nicht in der Lage ihre Krankenversicherungstochter zu kaufen, weshalb die UNIQA in die Bresche sprang.

Die MKV trat am deutschen Markt seit ihrer Gründung 1991 durchgehend als Mitglied der Mannheimer-Gruppe auf. Im letzten Jahr lag die Zahl der Versicherten bei knapp 78.000. Über die gebuchten Bruttobeiträge wurden 106,6 Millionen Euro erreicht. Der Rohüberschuss betrug fast 8 Millionen Euro.
Quelle: Presseinformation der Mannheimer Versicherungen vom 15.4.09