Möbelhersteller Domo in großen Schwierigkeiten

Datum: 05.05.2011
Im niedersächsischen Hude stehen die Maschinen derzeit still. Die Produktion von Polstermöbeln am Stammsitz von Domo hat wohl auch keine Zukunft mehr. Das sagte zumindest der zum Insolvenzverwalter bestellte Dr. Christian Strauß. Er arbeitet aber an einem Konzept, das vor Ort wenigstens einer Vertriebsstätte dauerhaften Bestand sichern soll.

Wie viele der aktuell 185 Mitarbeiter in diesem Konzept Platz hätten, ist ungewiss. Im Moment sind 120 von ihnen in der Fertigung und 65 in der Verwaltung tätig. Die Produktion würde dann vermutlich komplett nach Osteuropa verlegt werden, da dort einfach billiger gearbeitet werden kann. Auch Domo hat in Polen bereits ein Werk mit 450 Beschäftigten das von der Insolvenz nicht betroffen ist.

Die Gründe für die Zahlungsunfähigkeit liegen laut Strauß in der geringen Rendite, die bei Möbeln im Niedrigpreissegment abfällt. Die reiche kaum um die laufenden Kosten zu decken. Und als dann auch noch die Quelle-Insolvenz dazu kam, brach ein eminent wichtiger Kunde weg, der bis zu 16 Millionen Euro zum Jahresumsatz beigetragen hatte. Immerhin zeigt Strauß sich optimistisch was den Erhalt der Firma und der Marke Domo angeht.
Quelle: nwzonline.de vom 5.5.11