Metallgießerei MTK kann weitermachen

Datum: 02.07.2009
Und wieder ist ein durch die Krise insolvent gewordenes Unternehmen der Autozuliefererbranche gerettet. Aber unter welchen Bedingungen. Für die Kitzinger Eisen- und Metallgießerei MTK geht es mit gut der Hälfte der 840 Beschäftigten weiter. Die übrigen werden zunächst für ein halbes Jahr in einer Transfergesellschaft untergebracht. Ihnen wurde in Aussicht gestellt, dass einige von ihnen bei entspannterer Unternehmenslage ihren alten Job wiederbekommen könnten.

Käufer von MTK ist der bisherige Geschäftsführer Josef Ramthun, der dafür nach eigener Aussage einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag auf den Tisch legen musste. Verkäufer ist der US-amerikanische Konzern Metal Technology Inc. (MTI). Der verweigerte Geld für eine benötigte Sanierung, was dazu führte, dass die Hausbank einen Millionenkredit kündigte. Im April folgte dann der Gang in die Insolvenz.

MTI hatte das Ruder bei den Franken erst vor vier Jahren übernommen. Die beliefern von Kitzingen aus Autozulieferer wie Schaeffler und ZF Sachs mit Komponenten und Modulen. Bei Arbeitnehmervertretern und der IG Metall, die von einem unverantwortlichen Verhalten der MTI und der Banken sprach, stieß die jetzt gefundene Lösung auf Zustimmung. Nach der Abnabelung von den Amerikanern soll das Unternehmen Franken Guss Kitzingen GmbH heißen.
Quelle: sueddeutsche.de vom 1.7.09