Mibrag geht an tschechischen Energiekonzern CEZ

Datum: 25.02.2009
Nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung iat das Verkaufsverfahren für die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (Mibrag) beendet. Der baden-württembergische Energieversorger EnBW hat dabei das Nachsehen gegenüber seinem Prager Konkurrenten CEZ, der für gut 400 Millionen Euro die Mehrheit an der Mibrag erwirbt. Verkäufer sind die beiden US-Konzerne URS und NRG Energy, denen jeweils die Hälfte der Anteile am zweitgrößten ostdeutschen Braunkohleproduzenten gehörte.

Die Mibrag betreibt südlich von Leipzig zwei Großtagebaustätten sowie mehrere Standorte zur Veredelung. Sie ist in Theißen in Sachsen-Anhalt ansässig und beschäftigt gut 2.150 Mitarbeiter. Diese konnten 2007 etwa 18,6 Millionen Tonnen Braunkohle fördern und den Umsatz damit auf mehr als 328 Millionen Euro schrauben.

CEZ ist ein tschechisches Staatsunternehmen, dass zu den Top Ten der europäischen Energieversorger zählt. Es produziert rund 75 Prozent der in Tschechien hergestellten Energie und betreibt 15 Kohle- und zwei Kernkraftwerke. Wobei eines davon das umstrittene Werk in Temelin, rund 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze, ist. 2007 lag der Umsatz bei gut sechs Milliarden Euro. Mit dem Kauf der Mibrag will sich CEZ in eine starke Position auf dem wichtigen deutschen Markt bringen.
Quelle: Leipziger Volkszeitung (lvz-online.de) vom 25.2.09