Neue Planspiele für Karstadts Zukunft

Datum: 10.06.2009
Kaum ist Arcandors Insolvenz besiegelt, werden neue Pläne des Konkurrenten Metro bekannt. Denn die ist seit Wochen dabei, einen Zusammenschluss zwischen deren Töchtern Karstadt und Kaufhof zu realisieren. Nun taucht aber erstmals ein italienischer Investor auf, der das dann fusionierte Unternehmen langfristig komplett schlucken könnte. Aber der Reihe nach:

Metrochef Eckhard Cordes möchte zunächst einmal die Warenhäuser von Karstadt zu einem, wie er betonte, fairen Preis übernehmen und mit seinen Kaufhoffilialen in der Deutschen Warenhaus AG zusammenlegen. Nach einer Phase der Umstrukturierung, für die ein bis zwei Jahre veranschlagt werden, solle dann ein starker Kaufhauskonzern mit etwa 160 Niederlassungen entstehen. Dafür müssten dann aber rund vierzig Häuser geschlossen werden.

Anschließend gäbe es mindestens zwei Optionen. Ein Börsengang ist eine davon. Die wahrscheinlichere ist aber ein Weiterverkauf. Und dafür signalisiert der Mailänder Warenhausunternehmer Maurizio Borletti dem Vernehmen nach Interesse. Finanzielle Unterstützung erhält er angeblich von einem nicht genannten Investor. Borletti selbst wollte sich angesichts der heiklen Lage dazu nicht äußern.
Quelle: Spiegel-online vom 10.6.09