Neuer Besitzer bei PVC-Hersteller Chemson

Datum: 23.06.2008
Die Österreichische Chemson-Gruppe geht zu hundert Prozent an die Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, kurz BOCE. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.

Chemson gehört nach eigener Aussage zu den weltweit führenden Produzenten von Polymer-Additiven, die hauptsächlich zur Herstellung von PVC verwendet werden. Dabei liegen die Schwerpunkte in den Anwendungsgebieten Profile und Platten, Rohre und Fittings sowie Kabel. Die Produkte werden entweder als Granulat, als Tabletten oder in Pulverform gefertigt.

Ansässig in Arnoldstein in Kärnten erwirtschaftete das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 665 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 261 Millionen Euro, davon rund ein Drittel in Deutschland. Die Deutschlandzentrale befindet sich seit 2008 in Köln. Weitere Niederlassungen in der Bundesrepublik gibt es in Dahlem und in Greiz in Thüringen.

Langfristig plant BOCE 51 Prozent der Anteile zu halten und die anderen 49 Prozent an das Management von Chemson sowie an Finanzinvestoren zu verkaufen. Zudem ist ein Börsengang in den nächsten Jahren angedacht, jedoch kein Muss. Der Fokus liegt zunächst einmal auf dem Ausbau der Marktposition und der Förderung des Wachstums in Osteuropa und Asien. Auch in den Ausbau des Firmensitzes sollen in naher Zukunft Gelder fließen. Dementsprechend sei auch ein Abbau von Arbeitsplätzen kein Thema.

BOCE ist eine Mittelstandsbeteiligungsgesellschaft, deren Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum sowie in Zentral- und Osteuropa liegt. In Deutschland ist das Unternehmen derzeit an der Buderus Gießerei in Wetzlar beteiligt.
Quelle: derstandard.at vom 20.6.08