Neuer Bieter aus China für Opel-Übernahme

Datum: 27.05.2009
Und plötzlich waren es vier. Mit der Bejing Automotive Industry Holding Company, kurz BAIC, steigt anscheinend ein neuer Konkurrent für Fiat, Magna und Riplewood in den Ring. Und der Zeitpunkt dafür erscheint günstig gewählt. Nachdem Finanzminister Guttenberg die Konzepte der drei anderen Bieter zur Nachbesserung verwiesen hat und kurz bevor im Kanzleramt ein Spitzentreffen zur Opel-Zukunft abgehalten wird.

Auch die Aussage der Chinesen, dass sie keinen Stellenabbau in Deutschland planen und eine Bestandsgarantie für die vier deutschen Werke abgeben wollen, klingt besser als das, was bisher angeboten wurde. Allerdings soll die Bestandsgarantie nur für zwei Jahre gelten. Immerhin, würden sicher viele Opel-Mitarbeiter entgegnen, deren Stellen akut gefährdet erscheinen. Darüber hinaus will BAIC weniger Staatshilfen in Anspruch nehmen als Fiat, Magna oder Riplewood, die zwischen vier und sechs Milliarden Euro fordern.

Die Opel-Mutter General Motors reagierte allerdings eher reserviert auf die Offerte aus Fernost. Denn das Konzept von BAIC, dass auf mehr Volumen, weniger auf Synergien abzielt, behagt GM nicht. Bislang wurde in Detroit tunlichst darauf geachtet, Opel nicht in eine Konkurrenzsituation zu den eigenen Wagen außerhalb Europas zu setzen. Für Opel hingegen könnten mit dem chinesischen Markt schlagartig riesige Produktionsaufträge hinzukommen.
Quelle: welt online vom 27.5.09