O2-Callcenter-Mitarbeiter haben Angst

Datum: 10.10.2010
Denn die drei deutschen O2-Callcenter-Standorte in Saarbrücken, Duisburg und Teltow stehen zum Verkauf. Außerdem sollen der 02-Standort Verl sowie Büros in Dortmund, Frankfurt, Hannover, Leipzig und Stuttgart aufgelöst werden, wie ein Unternehmenssprecher an Freitag mitteilte. Im Zuge der Fusion mit dem Internetanbieter Hansenet solle das Unternehmen umstrukturiert werden.

Umstrukturierung heißt aber in der heutigen Zeit so gut wie immer Kosten sparen durch Personalabbau und es ist daher von einer Streichung von mehr als 1.000 Stellen die Rede. Einzig der Standort Hamburg soll in seiner alten Form erhalten bleiben. Zu weiteren Details äußerte sich der Sprecher von Telefónica O2 Germany nicht. Die Mitarbeiter wolle man in den nächsten Tagen über die Gegebenheiten informieren, hieß es. Deutschlandweit beschäftigt der Konzern noch etwa 6.700 Angestellte und jeder fünfte ist von den Plänen betroffen.

Bis Ende März 2011 soll deren Umsetzung abgeschlossen sein. „Möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen“, hieß es, doch der Betriebsrat rechnet mit „Personalabbaumaßnahmen gegen den Willen der Betroffenen“. Der Telekommunikationsanbieter Hansenet war 2009 für rund 900 Millionen Euro von Telefonica O2 übernommen worden. Die deutsche Tochter des spanischen Mutterkonzerns Telefonica steigerte auf Grund der Übernahme ihren Umsatz um mehr als ein Drittel auf 1,2 Milliarden Euro. Viele der Mitarbeiter profitieren offensichtlich nicht davon.
Quelle: heise.de vom 08.10.2010