Oetker greift nach Beck's

Datum: 10.11.2008
Der Oetker-Konzern steht nach Informationen des Handelsblatts in Verhandlungen mit der InBev-Gruppe. Ziel: Die Übernahme des Deutschlandgeschäfts. Dazu gehören die Biermarken Beck's, Hasseröder, Spaten, Diebels und Franziskaner. Angeblich soll Oetker bereit sein, dafür bis zu eine Milliarde Euro zu zahlen.

Damit würde der Bielefelder Lebensmittelkonzern seine Aktivitäten auf dem Brauereisektor ausbauen und könnte in Deutschland einen Marktanteil von etwa 25 Prozent erreichen. Im Moment liegt dieser bei rund 15 Prozent und wird durch die Tochtergesellschaft Radeberger geleistet. Zu dieser gehören unter anderem die Marken Jever, Binding, DAB, Schultheiss und Berliner Pilsener.

Die Vertriebsrechte für das Ausland würden allerdings bei InBev verbleiben, die Beck's 2001 für 1,7 Milliarden Euro erworben und zu einer ihrer international erfolgreichsten Marken ausgebaut hat. Die Belgier benötigen momentan jedoch Geld, um die 33 Milliarden schwere Übernahme von Anheuser-Busch zu bewältigen. Oetker wäre nach eigenen Angaben sofort in der Lage eine Milliarde zu zahlen. Vor allem, nach dem Radeberger vor kurzem Immobilien im Wert von rund 250 Mio. Euro verkauft hat.


Quelle: Handelsblatt.com vom 7.11.08