Porsche hofft auf arabische Hilfe

Datum: 08.06.2009
Das scheint zu passen. Deutsche Autobauer und arabische Finanzmittel. Nach Mercedes buhlt nun auch Porsche um einen Investor von der arabischen Halbinsel. Nach monatelangen Gesprächen steht eine Einigung offenbar kurz bevor. Nach Angaben des Magazins Focus soll der Emir von Katar bereits eine mündliche Zusage gegeben haben.

Sein Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) wird demnach definitiv ins Autogeschäft einsteigen. Allerdings ist noch nicht genau klar wie. Denn momentan stehen zwei Varianten offen. Eine Beteiligung an Porsche oder eine an Volkswagen.

So könnte die QIA Porsche ein Paket an Aktienoptionen für 24 Prozent der VW-Anteile abnehmen, für deren Erwerb den Stuttgartern momentan die finanziellen Mittel fehlen. Diese Option würden die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch bevorzugen. Mit Ausnahme von Ferdinand Piëch. Der VW-Aufsichtsratsvorsitzende und Porsche-Mitbesitzer favorisiert eine zweite Variante.

Nach der könnte die QIA Teile der Porsche-Holding übernehmen. Dafür wären aber eine Kapitalerhöhung sowie eine außerordentliche Hauptversammlung nötig. Außerdem müssten die Eigentümer etwas von ihrer Macht abgeben. Egal welches Modell letztlich umgesetzt wird, Der Emir wird Porsche auf jeden Fall entlasten und die angespannte Situation in Stuttgart ein Stück weit entschärfen.
Quelle: focus.de vom 6.6.09