Porsche und VW gehen im August zusammen

Datum: 05.07.2012
Eigentlich war der integrierte Autokonzern mit einer eigenständigen Firma Porsche unter dem Dach von Volkswagen erst für das zweite Halbjahr 2014 vorgesehen. Denn eine frühere Hochzeit hätte nach bisherigem Stand Zahlungen von bis zu 1,5 Milliarden Euro für Körperschaft-, Gewerbe- und Grunderwerbsteuer nach sich gezogen, da Porsche über stille Reserven in Milliardenhöhe verfügt.

Durch einen Kniff umgehen die beiden Autobauer nun diese Zahlungen. Denn VW zahlt als Kaufpreis neben 4,46 Milliarden Euro auch eine eigene Stammaktie. Nach Abstimmung mit den zuständigen Steuerbehörden ist klar, dass die Übernahme deshalb als Restrukturierung, nicht als Umwandlung bei Porsche angesehen werden kann und die stillen Reserven nicht offengelegt werden müssen, wodurch kein Geld ans Finanzamt fließt. VW hält künftig hundert Prozent an Porsche. Beide Konzerne erwarten Einsparungen von etwa 320 Millionen Euro, die gleichmäßig aufgeteilt werden sollen.
Quelle: zeit.de vom 5.7.12