Rapideye in finanziellen Schwierigkeiten

Datum: 06.06.2011
Der Geodienstleister und Satellitenbetreiber Rapideye musste Insolvenz anmelden. Für die rund 150 Mitarbeiter in der Stadt Brandenburg soll sich aber nichts ändern. Ausgelöst wurde die aktuelle Situation durch einige Banken, die ausstehende Kredite einfordern. Das Unternehmen will aber die prekäre Lage nutzen um sich neu zu positionieren und Umstrukturierungen vorzunehmen.

Rapideye ist bislang der einzige Geoinformations-Dienstleister, der fünf Satelliten besitzt und selbst betreibt, die zur Erdbeobachtung genutzt werden. Unter anderem helfen sie Versicherungen bei der Taxierung von Umweltschäden. Sie wurden 2008 in Kasachstan in den Orbit geschossen.

Das Projekt erhielt bisher Fördermittel in zweistelliger Millionenhöhe vom Land Brandenburg, dem Bund und der EU. Auch das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum bezahlte rund ein Zehntel des 160-Millionen-Projekts. Zumindest das Land Brandenburg hat schon einmal deutlich gemacht, dass es die bislang ausgezahlten 25,5 Millionen Euro komplett zurückfordern will.
Quelle: moz.de vom 3.6.11