Rettung für Leiser

Datum: 21.09.2012
Der einst größte Berliner Schuhhändler Leiser ist gerettet: Der Schuhhersteller Seibel aus der Pfalz kauft die insolvente Schuhhandelskette.

Eigentlich kauft Seibel das Unternehmen zum zweiten Mal. Denn seit 2010 war Seibel mit 49 Prozent an Leiser und der Schwesterfirma Schuhhof beteiligt. Doch Leiser, die unter einer Vielzahl regionaler Namen laufen, musste dieses Jahr Insolvenz anmelden.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters sei es gelungen 900 der 1.350 Arbeitsplätze zu erhalten. Leiser war als erstes größeres Unternehmen in Deutschland nach dem neuen Insolvenzrecht unter Beteiligung des eigenen Managements neu strukturiert worden.

Allerdings muss man sich fragen warum die Sanierung nur über die Insolvenz möglich war. Spielten da vielleicht auch Streitigkeiten der Gesellschafter einer Rolle? So etwas Ähnliches hat es ja auch bei der Insolvenz von Müller Brot gegeben: Zwei Gesellschafter mit unterschiedlichen Interessen. Warum steigt jemand bei einem Unternehmen ein um es dann 2 Jahre später in die Insolvenz zu schicken? Entlassungen über Insolvenz? Es bleiben Fragezeichen.
Quelle: Berliner Morgenpost