REV Ritter kauft insolvente Düwi

Datum: 04.11.2009
Erleichterung bei den Mitarbeitern der Düwi. Für die Handels- und Produktionsgesellschaft für Elektrozubehör gibt es eine langfristige Zukunft. Die REV Ritter GmbH aus Mömbris hat aus der Insolvenzmasse alle notwendigen Betriebsmittel und Vorratsbestände für den laufenden Geschäftsbetrieb übernommen.

Das schließt neben den beiden deutschen Standorten in Breckerfeld und Bad Bameck auch die Tochterfirmen in Tschechien, Ungarn, Polen sowie in China und Hongkong ein. Alle 300 Arbeitnehmer von Düwi in der Bundesrepublik sollen weiterbeschäftigt werden. Auf lange Sicht plant REV-Chef Frank Ritter ein Zusammenwachsen der beiden Firmen. In Europa sollen dann aus elf Standorten fünf werden.

Bislang gehörte Düwi zur Reitz-Gruppe, die im Februar 2009 Insolvenz anmeldete und damit alle ihre Töchter mit in den Strudel riss. Ritter nahm schon vor einem halben Jahr Gespräche mit dem Insolvenzverwalter auf, da Düwi durchaus das Potenzial für eine erfolgreiche Zukunft zu haben schien. Er machte aber zunächst einen Rückzieher, da er die Risiken einer so großen Übernahme für seine Firma für recht groß hielt. Jetzt machte er nach neuerlicher Überlegung Nägel mit Köpfen.

Damit ist nach Schwaiger, die vor einem Monat an den US-amerikanischen Multimedia-Lieferanten Audiovox verkauft wurde, nun die zweite von fünf Reitz-Töchtern unter ein neues Dach geschlüpft.
Quelle: Pressemitteilung von Grubb Brugger vom 4.11.09