Riemser sichert sich Rentschler Pharma

Datum: 09.07.2008
Die Riemser Arzneimittel AG baut ihre Marktposition als Pharmaspezialist aus. Sie übernimmt mit sofortiger Wirkung die Rentschler Pharma GmbH aus Laupheim bei Ulm, die auf die Produktion von festen und flüssigen Arzneimitteln mit gesteuerter Wirkstofffreisetzung spezialisiert ist. Als Verkäufer trat die Dr. Rentschler Holding GmbH & Co. KG auf, deren Aktivitäten sich ab jetzt voll auf Biotechnologie fokussieren werden. Die entsprechenden Verträge wurden vorgestern unterschrieben. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt.

Rentschler Pharma entwickelt und fertigt in erster Linie Pellets und flüssigbefüllte Hartkapseln für Pharmakonzerne. Abgerundet wird das Angebotsspektrum mit anderen festen Arzneiformen wie Tabletten oder Filmtabletten. Ab sofort wird die Firma als Riemser Speciality Production GmbH auftreten. Die Geschäftsführung bleibt in den Händen von Dr. Peter J. Vogel. Auch die 100 Mitarbeiter werden komplett übernommen.

In den letzten zwei Jahren konnten die Umsatzzahlen des Werkes von 10 auf 15 Millionen Euro angehoben werden. Mit Hilfe des frischen Kapitals der Riemser Gruppe könne dieser Trend nicht nur fortgesetzt, sondern auch noch gesteigert werden, so der geschäftsführende Gesellschafter der Rentschler-Gruppe, Dr. Nikolaus Rentschler. Riemser möchte im neuen Werk neben den bisherigen Fertigungslinien auch vermehrt Aufträge für eigene Produkte ausführen.

Riemser ist auf der Insel Riems vor Greifswald ansässig und fertigt Arzneimittel unterschiedlichster Darreichungsformen. Allerdings fehlte bisher ein eigener Produktionsstandort für feste Darreichungsformen von Medikamenten wie Tabletten, Kapseln, Pellets und Granulate. Das wurde nun durch den Deal mit Rentschler geändert. Weitere Produktionsstätten betreibt das Unternehmen in Leipzig, in Schiffweiler im Saarland und in Gengenbach am Rande des Schwarzwalds.
Quelle: Pressemitteilung von Riemser vom 9.7.08