Royal Bank of Scotland gewinnt Bieterkampf um ABN

Datum: 08.10.2007
Die Bietergruppe um die Royal Bank of Scotland (RBS) hat sich im Bieterkammpf um die niederländische ABN Amro am Freitag nun endgültig gegen das britische Geldhaus Barclays durchgesetzt. Massive Aktienkursverluste der englischen Bank im Zusammenhang mit der internationalen Bankenkrise waren für den Rückzug der Briten mit verantwortlich.

Das Bietertrio, zu dem neben den Schotten die spanische Großbank Santander und der Benelux-Finanzkonzern Fortis gehören, haben rund 71 Milliarden Euro geboten und sich damit rund 85 Prozent der ABN-Akten gesichert. Die in 53 Ländern aktive niederländische Bank wird zerschlagen und unter dem Konsortium aufgeteilt. Keine leichte Aufgabe, um die sie niemand in Branchenkreisen beneidet. Dem Zerschlagungsplan zufolge wird RBS die Aktivitäten in Asien und das Großkundengeschäft von ABN übernehmen. Fortis wird den Zuschlag für das Geschäft in den Benelux-Ländern und die Vermögensverwaltung erhalten und für Santander bleiben die ABN-Töchter in Südamerika und in Italien.

Marktschätzungen zufolge werden durch die Fusion bis zu 19.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Insgesamt beschäftigen die vier an der Fusion beteiligten Banken weltweit 400.000 Mitarbeiter.

Quelle: Handelsblatt